Andreas Noßmann – Workshops

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Zeichnen lernen – Zeichnungen verstehen
Für Anfänger und Fortgeschrittene

Profitieren sie von der privaten Atmosphäre des Studios, dem sehr persönlichen Umgang miteinander, um Ihre kreativen Ambitionen in Sachen Zeichnen weiter zu intensivieren. Nutzen sie das gemeinsame Vorabgespräch um ihre individuellen Ziele mit mir zu besprechen, damit ihre Kursinhalte entsprechend genau auf sie und ihre Wünsche abgestimmt werden können. Ganz klar aber ist: Ich verspreche keine Wunder, aber ich verspreche ein intensives und vor allem ehrliches, konstantes Arbeiten miteinander. Sie werden vielleicht nach den ersten Stunden nicht gleich ein fertiges Bild mit nach Hause nehmen können, aber ganz sicher viel lernen – ja, auf Dauer, erstmals sehr viel mehr lernen, als in einem kurzen Wochenendseminar an. Und, ein weiterer Vorteil für sie ist, sie müssen nichts mitbringen, außer ihre Leidenschaft zum zeichnen. Denn alle Materialien werden gestellt!

Die Gruppenkurse sind auf maximal vier Teilnehmer beschränkt. Somit ist garantiert, dass jedem Teilnehmer meinerseits höchstmöglichste Aufmerksamkeit zu Teil wird und ich auf das zuvor besprochene Programm, des jeweils Einzelnen, jederzeit individuell eingehen kann. Das Arbeiten in einer so kleinen Gruppe, verspricht darüber hinaus auch einen lockeren Austausch untereinander, und wem nicht mehr nach weiteren Kaffee ist, sogar bei einem gut gekühltem Glas Weißwein – Marke Tavernello :) Gruppenkurse sind für alle uneingeschränkt zu empfehlen.

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Gruppenkurse
Die Kurse, bis maximal 4 Teilnehmer, finden einmal pro Woche, montags von 17:30 bis 19 Uhr und donnerstags von 17:30 bis 19 Uhr, statt. Sie können die Kurse einzeln buchen oder gleich bis zu vier oder acht Kurse im voraus.
Der einzelne Kurs kostet 48€ (2 Schulstunden/insg. 90 Minuten),
vier Kurse am Block 185€ (8 Schulstunden/insg. 6 Zeitstunden),
acht Kurse am Block 355€ (16 Schulstunden/insg. 12 Zeitstunden).

Im Kurspreis enthalten ist ein unverbindliches, kostenloses Vorgespräch nach terminlicher Absprache, das benötigte Zeichenmaterial, heiße Getränke wie Kaffee und Tee, Wasser, Softdrinks, alkoholisches, wie Rot- oder Weißwein. Die entsprechende Gebühr muss vor Kursbeginn bezahlt werden. Diese kann in Bar entrichtet oder per Bank oder Paypal angewiesen werden.

Anmeldungen unter: a@nossmann.com

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Das Dorf (Romanfragment) No. 2

Die große Hauptgasse des Dorfes schlängelte sich windend vom Strand aus, das Dorf mittig teilend, in Richtung der großen, alles umspannenden Felswand. Einer zunehmend verkalkenden Schlagader gleich bogen links und rechts, weitere, kleinere Gassen, wie immer kleiner werdende, sich noch weiter verästelnde Äderchen ab, um sich in der meist hier alles umschlingenden Dunkelheit, in einer unerklärlichen Art von Labyrinth zu verlieren. Die Hauptgasse war im Grunde auch nur wenige Meter breit, so dass, wenn überhaupt, nur ein Auto hinein fahren konnte, um dann, unter größten Mühen, zu wenden. Denn eine Ausfahrt, vielleicht über eine andere Gasse, aus der Hauptgasse heraus, gab es nicht. Schlimmer noch …, alle abgehenden Gassen verjüngten sich, eben einer weiteren Ader gleich, in zunehmenden Maße, an deren Ende im Grunde vielleicht noch ein Pärchen, eng umschlungen, hindurch schlüpfen konnte. Alle Gassen waren mit schweren, groben Pflastersteinen ausgelegt, welche über die langen Jahre hinweg, durch Wind und Wetter, also vor allem dem vielen Regen geschuldet, fast plan geschliffen waren. So etwas wie einen Bürgersteig gab es somit auch nur in der Hauptgasse, einen Rinnsal wie hier nun auch, mit entsprechenden Abflussmöglichkeiten, gab es allerdings überall im Dorf, selbst in der kleinsten Gasse. Dieser ewige Regen, mit seinen Unmengen an herab schnellendem Wasser, selbst im  Hochsommer das Dorf immer wieder Unwetterartig heimsuchend, musste ja irgendwo hin abgeleitet werden. Somit war angeblich die Kanalisation dieses Dorfes, diese abenteuerliche Unterwelt von feinst gemauerten Kanälen und Abflüssen wohl einzigartig in seinen Ausmaßen und zogen sich, wie man munkelte, unterirdisch bis weit über diese Bucht hinaus. Nur einige wenige Auserwählte des Dorfes stiegen einmal im Jahr hinab, in diese Unterwelt, um das nötigste mal zu richten, den einen oder anderen Abfluss, dieser oder jenen Gasse, mal wieder von verstopfenden Abfall und Blätterwerk zu befreien. Wer weiß wirklich, wer oder was, in den Kilometer langen unterirdischen Gängen sonst noch so hauste? Heere von Nagern, da war man sich sicher. Und was, oder wer sonst noch?

Ende – Auszug, Teil 2

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Das Dorf (Romanfragment) No. 1

Eine alte Legende, hier vor Ort, unter den zahlreichen Gästen immer mal wieder kursierend, besagte, dass diese alten Häuser, deren Mauern außen und deren schiefen Wände im Inneren, alles speichern, was in ihnen oder um ihnen herum bisher je geschehen war. Natürlich alles Tinnef, reiner Aberglaube, nach Meinung der Dorfbewohner. Aber, wer weiß das schon? Auch die Hölle selber hatte ja noch nie jemand gesehen und dennoch glaubte alle Welt daran. Gibt es eine Hölle?

Das Dorf, nicht mehr als ein bescheidendes Städtchen vielleicht, lag scheinbar gänzlich vergessen, von allen und jedem, in einer nur allzu beschwerlich zugänglichen Bucht, U-förmig umrahmt von tief zerklüfteten Felsen, welche sich in Richtung Osten, also in Richtung der Hochebene und Landesinnerem, am hinteren Ende der Siedlung, an die gut hundert Meter steil auftürmten.  Die nicht wenigen Häuser des Dorfes, welche sich eher nur unwillig in geregelter Ausrichtung an die jeweiligen wenigen alten Gassen schmiegten, waren mehr oder weniger alle von gleicher Bauart und Architektur. Sie bestanden in erster Linie aus hier vor Ort gehauenem Gestein, abgerungen eben jener ominösen Felswand, welche das Dorf und seine Einwohner schon seit ewigen Zeiten eng umschlungen hielt. Die eher unförmigen, allzu schneidend kantigen Steine der Häuser, ehemals nur grob auf Ziegelform zusammengestutzt und mit dem einfachen Sand und Schlamm des nahe gelegenen Strandes zementiert, überzog mittlerweile eine zunehmend glättende, grüne, pilzartige Schicht, welche den Dunst und den salzigen Geruch des Meeres in sich zu konservieren schien. Denn immer wenn sich mal die Sonne, in den wenigen wirklich warmen Monaten des Jahres, aus dem meist hier Wolken verhangenen Himmel, zeigte und somit dem Dorf kurzweilig Temperaturen über 20 Grad bescherte, durchzog all die alten Gassen und Häuser, bis hin zum hinteren Ende, fernab des Strandes und mit Rücken an die hoch aufragende Steilwand gedrängt, ein wohlriechender, frischer Duft von Meerpriese.

Gerade in den, allerdings nur wenig auftretenden, wirklich sonnigen Tagen des Jahres, wirkte dieses Dorf ja schon fast malerisch verträumt. Die mit dicken, grünem Pilz überwachsenden Wände der Häuser umgarnten ja nun jetzt schon seit Jahren, zusätzlich, ein dicht verwachsenes Geflecht von Efeu ähnlichen Ranken, fähig einer Blüten ähnlichen Pracht, welche dem an sich trüben Einerlei hier, in dieser Bucht, wenn auch nur zeitweise, eine ungeahnte Freundlichkeit verlieh. Ende August war es mit dieser Herrlichkeit aber auch immer schon wieder vorbei. Denn dichte, dunkle Wolken, denen, wie süchtige Furien gleich folgend, erste leichte Winde, sich dann zu Stürmen aufbauend,  zogen zunehmend, vom Meer aufkommend, immer wieder in Richtung Dorf und verdunkelten, vernebelten alles – wie seit ewigen Zeiten schon.

Ende – Auszug, Teil 1

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